Lipödem

Das Lipödem ist eine Krankheit, bei der es zu einer chronisch fortschreitenden Vermehrung des Unterhautfettgewebes kommt. Besonders häufig tritt sie an der Hüft-, Gesäß- und Beinregion auf, aber auch an den Armen. Diese Erkrankung kommt fast ausschließlich bei Frauen vor.

Das Lipödem ist nicht abhungerungsfähig, weniger zu essen oder Diäten ändern an den zunehmenden Fettansammlungen des Unterhautfettgewebes nichts.

In der Vergangenheit waren die Behandlungsmöglichkeiten des Lipödems leider begrenzt. Seit einigen Jahren hat sich die Situation für die betroffenen Frauen durch die Einbeziehung der Fettabsaugung in das Behandlungskonzept erheblich verbessert.

Das Ziel

Ziel der Liposuktion bei Lipödem ist, die Menge des betroffenen Fettgewebes zu reduzieren, eine Verschlimmerung der Krankheit zu vermeiden oder zu verzögern und die Entstehung eines aus dem Lipödem hervorgehenden Lymphödems zu vermeiden.

Die Therapie

Das Lipödem wird durch eine Steigerung der Menge an Lymphflüssigkeit an der betroffenen Körperstelle begleitet. Für eine optimale Behandlung von Patientinnen mit einem Lipödem ist daher ein Zusammenspiel mit der sogenannten Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie notwendig.

Diese besteht aus manuellen Lymphdrainagen, geeigneter Kompressionswäsche, Hautpflege und Bewegung. Durch unsere Einbindung in lymphologische Netzwerke können wir Betroffenen dabei helfen in ihrer Umgebung geeignete Kolleginnen und Kollegen zu finden die, wie wir auch, über eine lymphologische Fortbildung verfügen.

Der Eingriff

Die Fettabsaugung selbst wird im sogenannten Tumeszenzverfahren, je nach Konstellation mit oder ohne begleitende Narkose, durchgeführt. Die Fettabsaugung passen wir dabei an die besondere Situation des Lymphsystems bei Patientinnen mit Lipödemen an.

Aufgrund der meist großen Fläche der betroffenen Areale sind aus Sicherheitsgründen in der Regel mehrere Operationen notwendig.

Short Facts

Behandlung 1 bis 3 Stunden je Sitzung
Aufenthalt ambulant oder 1 Nacht
Ausgehen nach 3 bis 7 Tagen
Sport nach 6 Wochen

Eine Behandlung setzt immer eine individuelle Anamnese und Beratung voraus, in der die Möglichkeiten der Veränderung, die Methode des Eingriffs und eventuelle Risiken persönlich besprochen werden.