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Verantwortung übernehmen, Wissen weitergeben

Wenn Erfahrung auf Lehre trifft: Dr. Nuri Alamuti als Kongresspräsident der DGPRÄC und Elizabeth Hall-Findlay als prägende Persönlichkeit der Brustchirurgie

Ein großer Fachkongress ist weit mehr als eine Aneinanderreihung von Vorträgen und Operationstechniken. Er ist ein Ort des Austauschs, der kritischen Diskussion und vor allem der Weitergabe von Erfahrung. Genau darin liegt eine besondere Verantwortung: Wer einen solchen Kongress mitgestaltet, prägt nicht nur ein Programm – sondern ein Stück weit die Entwicklung des eigenen Fachgebietes.

Für Dr. Nuri Alamuti ist diese Verantwortung in diesem Jahr besonders sichtbar. Als Kongresspräsident der 56. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie (DGPRÄC) trägt er gemeinsam mit Prof. Dr. Dr. Ulrich Rieger Verantwortung für eine der wichtigsten deutschsprachigen Veranstaltungen der Plastischen Chirurgie. Vom 10. bis 12. September 2026 treffen sich Fachärztinnen und Fachärzte im CCD Congress Center Düsseldorf, um aktuelle Entwicklungen, bewährte Verfahren und neue Perspektiven der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgie zu diskutieren.

Führung bedeutet mehr als Organisation

Eine Kongresspräsidentschaft ist eine Auszeichnung – gleichzeitig ist sie eine Verpflichtung. Sie verlangt fachliche Erfahrung, Überblick und die Fähigkeit, unterschiedliche Positionen zusammenzubringen.

Dr. Nuri Alamuti bringt dafür eine außergewöhnlich breite Erfahrung mit. Seit Jahrzehnten ist er in der Plastischen und Ästhetischen Chirurgie tätig, war unter anderem leitender Oberarzt und Chefarztvertreter und hat sich insbesondere auf die Nasen- und Brustchirurgie spezialisiert. Hinzu kommen zahlreiche nationale und internationale Ausbildungs- und Lehrstationen sowie eine intensive Tätigkeit als Referent und Kursleiter.

Sein Engagement reicht dabei weit über die eigene Praxis hinaus. Alamuti ist in der ärztlichen Weiterbildung aktiv, engagiert sich in Fachgesellschaften und übernimmt regelmäßig Verantwortung bei nationalen und internationalen Fachveranstaltungen. Bereits in den vergangenen Jahren war er als Kongresspräsident des Deutschen Rhinoplastik-Kongresses tätig; 2026 steht nun die DGPRÄC-Jahrestagung im Mittelpunkt seiner kongressorganisatorischen Verantwortung.

Das Entscheidende dabei ist: Fachliche Kompetenz zeigt sich nicht allein darin, eine Operation selbst beherrschen zu können. Sie zeigt sich auch darin, Wissen zu strukturieren, Erfahrungen weiterzugeben und den fachlichen Diskurs zu fördern.

Von der Erfahrung zur nächsten Generation

Genau an diesem Punkt wird die Begegnung mit einer Persönlichkeit wie Elizabeth Hall-Findlay besonders wertvoll.

Die kanadische Plastische Chirurgin hat die moderne Brustchirurgie über Jahrzehnte entscheidend mitgeprägt. Ihre Arbeiten zur vertikalen Brustverkleinerung und insbesondere zur superomedialen Technik gehören zu den wichtigen Entwicklungen der modernen Mammachirurgie. Ihre Publikationen und Lehrtätigkeit haben Generationen von Plastischen Chirurginnen und Chirurgen beeinflusst.

Was Hall-Findlay dabei besonders auszeichnet, ist nicht nur die technische Brillanz. Es ist ihre Haltung zur Lehre.

Sie teilt nicht lediglich eine fertige Operationsmethode. Sie vermittelt die Überlegungen dahinter: Anatomie verstehen, Patientinnen richtig beurteilen, Operationsentscheidungen nachvollziehbar treffen, Ergebnisse kritisch analysieren und aus Fehlern lernen. In einem aktuellen Beitrag blickt sie auf vier Jahrzehnte Erfahrung in der Brustverkleinerung zurück und beschreibt ausdrücklich, wie wichtig die kontinuierliche Analyse eigener Ergebnisse für die Weiterentwicklung eines Chirurgen ist.

Das macht sie zu einer besonderen Lehrmeisterin.

Eine Lehrmeisterin, die Wissen nicht für sich behält

Wer Elizabeth Hall-Findlay erlebt, begegnet einer Chirurgin, die ihre enorme Erfahrung nicht als Status versteht, sondern als Verpflichtung zur Weitergabe.

Ihr internationaler Ruf basiert deshalb nicht nur auf einer bestimmten Operationstechnik. Er basiert auf einer jahrzehntelangen Auseinandersetzung mit der Frage, wie Brustchirurgie sicherer, reproduzierbarer und ästhetisch überzeugender werden kann.

Dass sie ihr Wissen weiterhin aktiv weitergibt, zeigt sich auch an ihren internationalen Workshops. In Banff werden Plastische Chirurginnen und Chirurgen über mehrere Tage intensiv in der ästhetischen Brustchirurgie unterrichtet – mit dem ausdrücklichen Ziel, ihnen nicht nur theoretisches Wissen, sondern Sicherheit für die praktische Umsetzung zu vermitteln.

Gerade darin liegt ihre besondere Qualität als Lehrmeisterin: Sie vermittelt nicht nur das „Wie“, sondern vor allem das „Warum“.

Zwei unterschiedliche Wege – eine gemeinsame Haltung

Dr. Nuri Alamuti und Elizabeth Hall-Findlay verbindet dabei mehr, als es auf den ersten Blick scheint.

Beide stehen für eine Plastische Chirurgie, die Erfahrung nicht als Endpunkt begreift. Erfahrung verpflichtet vielmehr dazu, Wissen weiterzugeben, Methoden kritisch zu hinterfragen und die nächste Generation von Chirurginnen und Chirurgen besser auszubilden.

Bei Dr. Alamuti zeigt sich diese Haltung in seiner Tätigkeit als Referent, Kursleiter und Kongresspräsident. Bei Elizabeth Hall-Findlay zeigt sie sich in jahrzehntelanger Forschung, Publikation und Lehre.

Und genau deshalb ist ein Kongress wie die DGPRÄC-Jahrestagung so wichtig: Er bringt Menschen zusammen, die nicht nur etwas zu sagen haben, sondern bereit sind, ihr Wissen miteinander zu teilen.

Verantwortung für das Fach – Verantwortung für die Patientinnen und Patienten

Am Ende geht es in der Plastischen Chirurgie immer um Menschen.

Neue Techniken, wissenschaftliche Erkenntnisse und operative Innovationen sind nur dann wirklich wertvoll, wenn sie zu einer besseren und sichereren Behandlung führen. Deshalb sind fachlicher Austausch und hochwertige Weiterbildung keine Nebensachen. Sie gehören zum Kern verantwortungsvoller Medizin.

Dr. Nuri Alamuti verkörpert diese Verbindung aus operativer Erfahrung, Lehre und Verantwortung seit vielen Jahren. Seine Rolle als Kongresspräsident der DGPRÄC 2026 ist deshalb eine konsequente Fortsetzung dieses Engagements.

Und Elizabeth Hall-Findlay zeigt auf eindrucksvolle Weise, wie wertvoll es ist, wenn eine außergewöhnlich erfahrene Chirurgin ihr Wissen mit der nächsten Generation teilt.

Denn medizinische Kompetenz zeigt sich nicht nur darin, was man selbst kann. Sie zeigt sich auch darin, was man anderen beibringt.

Und vielleicht ist genau das eine der wichtigsten Aufgaben moderner Plastischer Chirurgie: Erfahrung zu bewahren, Wissen weiterzugeben und Verantwortung für die Zukunft des eigenen Fachs zu übernehmen.

Nuri Alamuti mit Hall Findlay